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Venedig 2012

Keine andere Stadt, die wir bereist haben, wurde uns im Vorfeld des Urlaubs so schlecht geredet wie Venedig. Jeder, der schon einmal dort gewesen war, sagte, es sei schmutzig, Touristen überfüllt und laut. Warum wir das Gegenteil erfahren haben? Nun, zum einen haben wir nicht nur ein kurzes Wochenende in der Stadt verbracht, wir haben uns auch die Zeit genommen alle Ecken und angrenzende Inseln der Lagunenstadt zu erkunden. Sicher ist Venedig in der Hauptsaison und ganz besonders an den Wochenenden überfüllt und durch die Kreuzfahrtschiffe ein beliebtes Ausflugsziel. Wenn man allerdings abends nach Sonnenuntergang oder am Morgen die Stadt zu Fuß erläuft, offenbart sie einen ganz besonderen Charme.

Wie auch schon die Amsterdam-Reise im April, dauerte der Flug über die Alpen nach Italien nicht lange. Angekommen am Flughafen Venedig-Teressa (Marco Polo), fuhren wir über den Landweg mit dem Shuttlebus über die einzigste Verbindungsstraße – Via Libertâ – nach Venedig rein. Mit unseren Orientierungsproblemen überhäuft, versuchten wir unsere Koffer den ständig widerkehrenden Brücken über die Kanäle Herr zu werden. Nach gut einer Dreiviertelstunde hatten wir unser Hotel das Ca’ San Polo in Mitten der Stadt erreicht und wurden freundlich empfangen.

Das wohl beeindruckendste Erlebnis in Venedig war es, die Stadt verschlafen und menschenleer anzutreffen. Wie das funktioniert? Zeitig aufstehen! Der Reiseführer empfahl die morgendlichen Belieferungs-Rituale der Einzelhändler sowie den Fischmarkt in der Nähe der Rialto Brücke zu besuchen. Ein großartiges Erlebnis!

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