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Runaround

Michael Donovan und sein Kollege Gregory Powell befinden sich seit einem halben Tag auf der Basisstation des Merkurs und machen sich Sorgen über einen Robot. “Speedy”, so sein Name, ist seit fünf Stunden vom Selen-Abbau nicht zurückgekehrt. Der Robot irrt in knapp 25 Kilometern Entfernung mit einem scheinbar unbekannten Defekt ziellos im Kreis umher. Die Beiden müssen schnell feststellen, dass ohne dem dringend benötigten Selen, die Photozellenbänke der Station ausfallen und somit die Sonne auf dem Merkur, alles von Menschenhand errichtete gnadenlos verbrennen würde. Eigentlich sollte das großartige Duo auf den Planeten geschickt werden um einen Bericht darüber abzugeben, ob die Wiedereröffnung der Bergbaustation auf der Sonnenseite, unter Ausnutzung modernster technischer Methoden und unter Verwendung von Robots wieder rentabel erscheint.

Die Standard-Isolieranzüge der Station erweisen sich jedoch als ungeeignet, da sie in der glühenden Sonne maximal 20 Minuten standhalten und somit eine Rettung zu Fuß unmöglich machen. Mike und Greg suchen daher nach Alternativen um den 2005 hergestellten Robot wieder auf Kurs zu bringen.

Auf der untersten Ebene der Station befinden sich sechs primitive Robots, die noch mit einem alten McGuffy-Getriebe ausgestattet sind und den Beiden nach einem kurzen Check-up behilflich zu Seite stehen. Powell gibt dem ersten Robot den Befehl Speedy wieder zur Station zurückzuholen. Der veraltete Robot allerdings benötigt ein menschliches Wesen, das sich zur Fortbewegung auf ihn setzen muss. Also studieren die zwei die Karte und überlegen, durch die Versorgungsschächte der Station bis auf fünf Kilometer an ihn heranzukommen. Schacht 13a scheint ideal für ihren Ausstieg an die Oberfläche zu sein. Sie ziehen sich ihre Isolieranzüge über und befehlen den veralteten Robots sich in Richtung Speedy zu bewegen. Am Schacht angekommen, begeben sie sich an die 80 Grad heiße Oberfläche die zudem noch gleißend um diese Uhrzeit ist. Nachdem Gregory, Speedy am Horizont ausgemacht hat, muss er feststellen, dass der Robot einen torkelnden und betrunkenen Eindruck macht.

Unter Zuhilfenahme der drei Grundregeln für Robots, leiten sie die Ursachen für seine Fehlfunktion her und suchen gleichzeitig nach der Lösung des Problems. Mit Hilfe von Kleesäure wird Speedy aus seinen kreisenden Bahnen geworfen und flieht vor der Säure. Kurze Zeit später jedoch fällt er wieder in das Ungleichgewicht der Störung und kreist auf den alten zuvor bereits absolvierten Bahnen. Mike schlägt vor unter Anwendung von Strychnin aus dem Leben zu scheiden. Die letzte Idee der beiden Techniker ist die erste Grundregel der Robot-Ethik. Es wird ausgeknobelt wer sein Leben aufs Spiel setzt um sich Speedy zu nähern und dadurch sein eigenes Leben in Gefahr zu bringen. Wer als erstes den Kubus aus vierzehn errechnet, soll das Risiko eingehen. Mit einer List hat Powell das Ergebnis zur gleichen zeit wie Mike ausgerechnet und eilt nach draußen, noch ehe Donovan reagieren kann. Es ist erbarmungslos heiß auf der Oberfläche des Merkurs und Powell steigt auf der Hälfte der Strecke von seinem Robot ab um zu Fuß weiter zu gehen. Speedy reagiert kurz, hilft ihm aber dann aus unerklärlichen Gründen doch nicht. Durch die erste Robot-Regel schreitet der alte Robot ein um den Techniker wieder in die schützende Station zurückzubringen. Plötzlich kommt Speedy doch zur Hilfe und rettet ihn aus seiner lebensbedrohlichen Situation.

Nachdem Powel aus seiner Ohnmacht erwacht, ist Speedy bereits erfolgreich vom Selenabbau zurückgekehrt und bittet um Entschuldigung für sein Fehlverhalten. Da die Mission der beiden letzten Endes doch ein Erfolg war, freuen sie sich auf kältere Gefilde im Weltall. Bei 273 Grad unter Null ist ihr nächstes Ziel die Raumstation.

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